Farbpsychologie: welche Wirkung Farben im Arbeitsraum haben
Farben wirken im Hintergrund mit, ob man darüber nachdenkt oder nicht. Für Büroräume lohnt es sich, die gewünschte Stimmung pro Raumtyp zu definieren, statt überall denselben Ton zu verwenden.
Als grobe Orientierung haben sich einige Wirkungsmuster bewährt. Wichtig ist immer der konkrete Ton und seine Sättigung: Ein zartes Blaugrau wirkt anders als ein kräftiges Marineblau, auch wenn beide zur Familie Blau gehören.
- Blau- und Grüntöne: beruhigend, unterstützen Konzentration und ausdauernde Bildschirmarbeit, gut für Grossraumbüros und Fokuszonen.
- Grün: wirkt ausgleichend und ermüdet die Augen weniger, geeignet für Räume mit langer Verweildauer.
- Warme Töne wie Sandbeige oder Terrakotta: schaffen Nähe und Gesprächsbereitschaft, passend für Empfang und informelle Zonen.
- Gelb- und Orangeakzente: aktivierend und kreativitätsfördernd, sparsam als Akzent in Kreativ- oder Pausenräumen einsetzen.
- Reines Weiss flächig: wirkt schnell steril und blendet; gebrochene Weiss- und Grautöne sind angenehmer.
Markenfarben einsetzen, ohne den Raum zu überladen
Geschäftsräume sind Teil des Markenauftritts. Kunden und Bewerberinnen lesen aus den Räumen ab, wie ein Unternehmen tickt. Das heisst aber nicht, dass ganze Wände im CI-Farbton gestrichen werden sollten.
Bewährt hat sich eine ruhige Basis aus neutralen Tönen, ergänzt durch gezielte Markenakzente an Empfang, hinter dem Logo, an einer einzelnen Fokuswand oder in Besprechungsräumen. So bleibt die Marke präsent, ohne dass der Raum unruhig oder ermüdend wirkt.
Achten Sie darauf, dass digitale Markenfarben nicht eins zu eins auf die Wand übertragbar sind. Ein Bildschirmton wirkt auf einer grossen, matten Fläche oft kräftiger. Eine Farbberatung mit Mustern am Objekt klärt das vorab.
Licht und Raumgrösse: Zürcher Büros realistisch einschätzen
Dieselbe Farbe sieht in jedem Raum anders aus. Entscheidend sind die Himmelsrichtung der Fenster, die Tageslichtmenge und die künstliche Beleuchtung. Viele Büros in Zürich liegen in Altbauten mit hohen Räumen oder in tieferen Gebäudezonen mit wenig direktem Licht.
Nordseitige oder innenliegende Räume erhalten von kühlen, dunklen Tönen schnell einen grauen, kalten Eindruck. Hier helfen leicht wärmere und hellere Farben. Süd- und westseitige Räume vertragen kühlere Töne gut und bleiben trotzdem freundlich.
Auch die Raumgrösse spielt mit: Helle Töne lassen kleine oder schmale Büros offener wirken, dunklere Akzentwände geben grossen, hallenartigen Flächen Halt und Struktur. Wir empfehlen, Farbmuster grossflächig anzubringen und über den Tag bei Tages- und Kunstlicht zu beurteilen.
Strapazierfähige, abwaschbare Oberflächen für stark genutzte Zonen
Im Büroalltag müssen Wände mehr aushalten als zu Hause: Stuhllehnen, Aktenwagen, Handflächen an Türrahmen, Flecken in Küche und Kopierzone. Die Farbwahl ist deshalb untrennbar mit der Wahl der richtigen Qualität und des Glanzgrades verbunden.
Für stark frequentierte Bereiche wie Korridore, Eingänge, Treppenhäuser und Teeküchen empfehlen sich abwaschbare, scheuerbeständige Farben. Diese lassen sich reinigen, ohne dass die Fläche glänzende Stellen bekommt, und verlängern die Zeit bis zum nächsten Anstrich deutlich.
- Korridore und Eingänge: scheuerbeständige Beschichtungen, eher mittlere Töne, die Gebrauchsspuren weniger zeigen.
- Teeküchen und Sanitärzonen: feuchtraumtaugliche, gut abwaschbare Systeme.
- Repräsentative Flächen mit wenig Kontakt: matte Oberflächen für ein hochwertiges, ruhiges Bild.
- Stossgefährdete Kanten und Sockel: robustere Beschichtung oder Sockelschutz einplanen.
Akustik, Grossraum und Besprechungszimmer differenziert behandeln
Farbe selbst dämpft keinen Schall, aber die Raumgestaltung und Farbe arbeiten zusammen. In offenen Grossraumbüros sorgt eine ruhige, eher zurückhaltende Farbgebung dafür, dass akustisch wirksame Elemente wie Akustikpaneele, Vorhänge oder Deckensegel nicht zusätzlich optische Unruhe erzeugen.
Besprechungsräume und Fokusräume vertragen einen anderen Ansatz als die offene Fläche. Ein klar abgesetzter, etwas tieferer Ton kann einen Raum konzentrierter und geschützter wirken lassen, was Videokonferenzen und längere Sitzungen angenehmer macht.
Sinnvoll ist ein durchdachtes Farbkonzept über alle Zonen hinweg: ruhige Basis im Grossraum, definierte Akzente in Sitzungs- und Kreativräumen, einladende Töne im Empfang. So entsteht ein Leitsystem über Farbe, das auch die Orientierung im Büro erleichtert.
Ablauf im laufenden Betrieb: Arbeiten in Randzeiten und am Wochenende
Die grösste Sorge vieler Geschäftskunden ist nicht die Farbe, sondern die Betriebsunterbrechung. Ein Büro lässt sich selten für mehrere Tage schliessen. Deshalb planen wir Malerarbeiten für Geschäftsräume so, dass der Betrieb möglichst ungestört weiterläuft.
AMS Malergeschäft GmbH führt Arbeiten bei Bedarf in Randzeiten, abends, nachts oder am Wochenende aus. Räume werden etappenweise gestrichen, Möbel geschützt und verschoben, IT-Arbeitsplätze sorgfältig abgedeckt. Moderne, emissionsarme Produkte sorgen dafür, dass Räume rasch wieder nutzbar sind.
Damit Sie Planungssicherheit haben, arbeiten wir mit Festpreis und liefern die Offerte in der Regel innert 24 Stunden. Vor dem Start klären wir Farbkonzept, Etappierung und Zeitfenster gemeinsam ab, inklusive Farbberatung am Objekt.
